Wenn der Frost die herbstliche Natur in eine glitzernde Winterlandschaft verwandelt

“Drauß vom Walde komm ich her; ich muß Euch sagen es weihnachtet sehr!”

Ich komme gerade von meinem all morgendlichen Hundespaziergang, zurück in unser warmes Heim und spontan sind mir die ersten Zeilen von Theodor Storms Gedicht “Knecht Ruprecht” eingefallen.

am Rande der Trabrennbahn

Der nächtliche Frost hat die Natur um mich herum mit Raureif  überzogen und in eine bilderburch artige Winterlandschaft verwandelt. Als wenn der liebe Gott hat Glitzer rieseln lassen – wunderschön!

Nun scheint die letzte Jahreszeit auch hier angekommen zu sein –  der Winter. Auch wenn es in einigen Teilen unseres Landes bereits geschneit hat, wollte hier durch das eher trübe und nass-kalte Herbstwetter noch keine richtige Winterstimmung auf kommen.

Aber heute hat diese Stimmung mich erreicht und alles was ich mit dem Winter verbinde: Schnee, Rodeln, heißer Tee, Kaminfeuer, gemütliche Abende bei Kerzenschein und die komplette Weihnachtsstimmung inklusive aufregender Vorbereitungen 🙂 und leuchtender Kinderaugen.

Oh du schöne Winterzeit

verlassenen Weiden

Kalt ist es hier, bei hellblauem Himmel und Sonnenschein. Wunderschön! Die Bilder sind heute Morgen entstanden. Der entspannte Spaziergang hat meinen Ideenwust sortiert und nun weiß ich, mit welchen ich starten werde, welche wichtig sind und welche noch warten können.

mit Reif überzogener Weidezaun

Die heutigen Eindrücke und Gedanke während des Spaziergangs haben für mich den Startschuss in die Adventszeit gegeben. Ich freue mich auf die nächsten Wochen, in denen ich mit Mama und SchwersterHerz für den Advent basteln und wir den Geburtstag unseres GroßenWildenKerls feiern werden.

Der Kindergartenstand auf dem hiesigen Weihnachtsmarkt im Dorf mit Selbstgemachtem bestückt und die erste Kerze auf dem Adventskranz angezündet werden möchte.

Juhu, ich heiße die Weihnachtszeit herzlich willkommen bei uns zu Hause, in meinem Herzen.

Während ich diese Zeilen schreibe, kommen die heimeligen, altbekannten Weihnachtsgefühl in mir hoch. Ein Lärcheln zieht sich über mein Gesicht, bei dem Gedanken an die Dinge die vorbereitet und gebastelt werden möchten. Die Vorfreude auf die Festtage und insbesondere auf Heilig Abend sind nach wie vor so stark, wie in meiner Kindheit. Lediglich das Warten aufs Christkind ist deutlich kürzer geworden 😉

mit Reif bedecktes Gras

Zum 1. Advent gibt es selbst gebackene Weihnachtsplätzchen. Genauer gesagt Kokosmakronen, Stollenkonfekt und Mürbeteigplätzchen, die von den Jungs ausgestochen und verziert werden.

An dieser Stelle möchte ich noch ein paar Worte zu dem bereits oben erwähnten Kindergartenstand  sagen: Jedes Jahr am 1. Adventssonntag ist unser Kindergarten auf dem dörflichen Weihnachtsmarkt vertreten. Jedes Elternpaar bringt sich irgendwie ein. Ob beim Auf- und Abbau des Standes oder beim Verkauf der vielen Leckereien, die aus den elterlichen Küchen entspringen – jeder Hilft mit. Der Erlös kommt ausschließlich den Kindern zu Gute. Ein wirklich tolles und erfolgreiches Konzept. Was meinen diesjährigen Beitrag angeht, bin ich mir noch nicht sooo ganz sicher… Mal sehen, was ich hier vorstellen werden.

Winterladschaft an der Trabrennbahn

Im Dezember backe ich traditionell ein Schwarzbrot und auch das Hefebrot darf nicht fehlen. Zu guter Letzt koche ich noch Schweinskopfsülze (allerdings nur aus Eisbein gekocht) mit sauren Gürkchen. Diese rundet meine Weihnachtlichen Vorbereitungen in der Küche ab.  Den Duft kann ich förmlich schon riechen und die Wärme des Backofens spüren – ach was freue ich mich 🙂 Oh du wunderschöne Weihnachtszeit.

Alle Rezepte habe ich von meiner Mutter übernommen, die sie wiederum von ihrer übernommen hat. Alte, Berliner Rezepte, die für mich zu Weihnachten gehören, wie ein echter Weihnachtsbaum. Zwar geht es auch ohne Baum oder mit einem aus Kunststoff, aber irgendwie ist es nicht das Gleiche. Oder wie siehst Du das?

Glückauf, Jessica

 

 

 

 

Bild von: Jessica@kreativ im Pott
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“Wenn der Frost die herbstliche Natur in eine glitzernde Winterlandschaft verwandelt”

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